HDD Spülbohren direkt aus dem Schacht.

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Prinzip der Schachtgrubenanlage

Stellen Sie sich vor, Sie könnten die existierenden Kanalisationsschächte nutzen, um Netzwerke für Strom, Gas und Wasser zu verlegen, ohne die Strasse und Vorgärten aufreissen zu müssen. Mit einer geeigneten Schachtbohranlage könnten Sie gesteuerte Bohrungen von Schacht zu Schacht und vom Schacht zu allen anliegenden Häusern ausführen. In 0.80 m Tiefe könnten Sie die Telefonleitungen verlegen, in 1.20 m Tiefe die Trinkwasserleitungen, in 1.60 m Tiefe Gas oder Stromleitungen. Dies wäre eine neue Verlegetechnik, bei der weder im Strassenbereich noch im Vorgarten Gräben ausgehoben werden müssten.
Der Schweizer Baumaschinen Hersteller TERRA AG hat solch eine Schachtbohranlage entwickelt.
Die HDD-Schachtbohranlage TERRA MINI-JET MJS 1600 arbeitet aus einem Schacht. Sie wird von oben über einem automatischen Gestängelift bedient. Der Bedienmann steht beim Bohren und Aufweiten oben auf der Strasse und nicht im Schacht.


Installation

Der TERRA MINI-JET MJS 1600 passt in einen Schacht Ø 1000 mm mit einer Kanaldeckel-Öffnung von 620 mm. Der MJS 1600 wird vertikal durch die Kanaldeckel-Öffnung in den Schacht abgelassen. Im Schacht wird die Bohranlage horizontal abgekippt und in der entsprechenden Höhe auf eine hölzerne Plattform gestellt. Der MJS 1600 wird mit seinen Armen innerhalb des Schachts verspannt. Mit einem Kernbohrer öffnet der MJS 1600 die Schachtwand auf den Aufweitdurchmesser. Dann kann die Pilotbohrung beginnen.


Pilotbohrung

Beim HDD-Bohren wird ein innen hohles Bohrgestänge von hinten ins Erdreich gedrückt. Der Bohrkopf, an dessen vorderem Ende Spülflüssigkeit (Bentonit) unter hohem Druck austritt, schneidet ein Bohrloch ins Erdreich.
Der Bohrkopf ist an seinem vorderen Ende asymmetrisch abgeflacht. Erst dadurch, dass der Bohrkopf durch das hintere Gestänge laufend gedreht wird, schneidet er ein gerades Bohrloch.
Im Bohrkopf befindet sich eine elektronische Sonde, so dass der Bohrkopf jederzeit geortet werden kann. Er wird dadurch gesteuert, dass die Drehung des Bohrkopfs kontrolliert gestoppt und die Steuerfläche in die entsprechende Stellung gebracht wird. Wird der Bohrkopf ohne Drehung, aber weiterhin mit Spülflüssigkeit durchs Erdreich gedrückt, weicht der Bohrkopf jetzt aufgrund seiner asymmetrischen Form gewollt zur Seite ab.


Aufweitung

Nach Erreichen des Zielpunkts wird der Bohrkopf durch einen Aufweitkopf ersetzt, der beim Zurückziehen des Gestänges die Pilotbohrung aufweitet und gleichzeitig das HDPE-Rohr einzieht.
Je nach Untergrund können Aufweitköpfe bis zu Ø 300 mm eingesetzt werden. Damit können HDPE-Rohre bis zu DA 260 mm oder Rohrbündel mit mehreren HDPE-Rohren eingezogen werden.
Als Spülflüssigkeit wird Bentonit oder Ejactomer, jeweils als Zusatz zu Wasser eingesetzt. Beide Spülflüssigkeiten stabilisieren den Bohrkanal, vermindern die Reibung an den Bohrgestängen und am einzuziehenden Rohr und fördern das Erdreich entlang des einzuziehenden Rohrs aus dem Bohrkanal in die Einziehgrube.



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